Lourdesgrotte Bildergalerie Externe Seiten

Am Eingang zur Lourdesgrotte gibt eine Informationstafel Auskunft über die Geschichte der Lourdesgrotte:

Lourdesgrotte

Die Lourdesgrotte wurde im Jahr 1935 von der damaligen Jugend in Sustrum in nicht ganz sechs Monaten unter Leitung des damaligen Sustrumer Pastors Hermann Mecklenburg aus Findlingen gebaut. Sie liegt etwa zehn Minuten westlich von der Kirche entfernt, umgeben von der weihevollen Stelle eines Wäldchens. Am Fronleichnamstag 1935 wurde sie von Pastor Mecklenburg eingeweiht. Etwa 35 Fuhren Findlinge und der dazu nötige Sand mussten erst gesucht und herbeigeschafft werden. Unter Leitung geschulter Kräfte gingen die Jungmänner an die Arbeit. Die Treppe zur Altarnische stammt aus der Emsböschung bei Steinbild, von der aus lange Jahre die linksemsischen Kirchgänger mit der Fähre über die Ems setzten. Sie war durch den Steinbilder Brückenbau überflüssig geworden. Der Kandelaber schmückte einst als Helmaufsatz den Glockenturm der Sustrumer Voksschule.
In einer kleinen Nebennische der Mariengrotte kniet die heilige Bernadette. Die sich inmitten der Parkanlage befindliche Sand- Konrad- Statue wurde nach einem Entwurf des Künstlers Bernhard Heller (genannt Hellerbernd) aus Lathen angefertigt.




Zur Ausführung brachte sie der Plastiker Theodor Wenge. Für die dreizehn im Ersten Weltkrieg gefallenen Söhne der Gemeinde Sustrum wurde der Platz zugleich ein Ehrenmal. Vierzehn Findlinge, jeder mit dem Namen eines Gefallenen, wurden in die schräge Böschungswand eingelassen. Unter jedem Stein wurde eine Flasche gegeben, die den auf Pergament geschriebenen Lebenslauf enthält.
Wacholderbäumchen, die hinter den Findlingen gepflanzt wurden, bedeuten das Sinnbild eines Grabes. Bei einer Grundrenovierung Anfang der sechziger Jahre kamen diese Flaschen unter den Steinen hervor. Da die Urkunden vom Grundwasser weitgehend zerstört worden waren, wurden sie nicht wieder eingegraben. Die Findlinge mit den eingravierten Namen wurden später am Marienaltar eingemauert. Auf dem Schriftstein der Grotte stehen folgende Worte eingemeißelt: "Zur Erinnerung des zweifachen Jubiläums, als die katholische Christenheit feierte das neunzehnhunderste Jahr des Kreuztodes des Herrn, als zum fünfundsiebzigsten Male sich jährte Sankt Marien Erscheinung in Lourdes, da schufen der Sustrumer Jugend fleißige Hände diese Stätte des stillen Gedenkens."
Hinter diesem Stein wurde die Urkunde über Geschichte und Zweck der Grotte mit folgendem Text eingemauert: "Im Jahre des Heils 1935, im dreizehnten Jahre der glorreichen Regierung des heiligen Vaters Pius XI. als Staatsrat Dr. Wilhelm Berning bereits 21 Jahre als Bischof die Diözese Osnabrück leitete und Hermann Mecklenburg aus Haren (Ems) seit 1929 Pastor in Sustrum war, entstand zu Ehren unseres göttlichen Herrn Jesus Christus und seiner heiligen Mutter Maria diese Grotte."



Informationstafel